Feng Shui für den perfekten Meditationsplatz

Was macht einen guten Ort zum Meditieren aus? Wie kann ich einen Platz gestalten, damit er mich beim Meditieren unterstützt und mir hilft, Ruhe zu finden? Ich würde zwar gerne meditieren, aber ich finde in meiner Wohnung nicht die Ruhe & Gelegenheit dazu – was kann ich da machen?

 

Welchen Namen Sie auch immer bevorzugen - Meditationsplatz, Ort der Stille oder Kraftplatz – jedes Familienmitglied braucht einen Rückzugsort, einen privaten Platz an dem alle Einflüsse von Außen zum Stillstand kommen und innere Ruhe einkehren kann.

Meditationsplatz gestalten terraboa Feng Shui

Besonders wer sein Haus mit seiner Familie teilt tut seiner Seele Gutes, indem er einen Ort in seiner Wohnung schafft, der nur zum persönlichen Rückzug dient.

 

Der volle Terminkalender

Wir alle kennen das Phänomen des randvollen Terminkalenders und der plötzlichen, unaufschiebbaren Notfälle, die den Teil der Zeit minimieren, die wir eigentlich zu unserer Erholung reserviert hatten. Natürlich ist es nur diese Woche sooo stressig, und nachdem erst dieser Monat vorbei ist, wird eh alles besser, und kommendes Jahr sind dann die Kinder auch schon größer, und da passt jetzt dieses Seminar schon noch rein, und überhaupt wäre ja auch der Frühjahrsputz wieder mal dran, und die Verwandten sollte man auch wieder mal besuchen – schließlich erwarten sie ja, dass man in Kontakt bleibt.

 

Und dann wundern wir uns, warum wir ausgelaugt sind oder gar einen Virus aufschnappen, der uns ein paar Tage Bettruhe verschafft.

 

Zur Ruhe finden

Wo ist denn nun in meiner Wohnung der beste Ort zum Meditieren? Im Schlafzimmer? Oder auf dem Sofa?

 

Das hängt von mehreren Faktoren ab: Wann brauchen Sie die Auszeit? Wer beeinflusst Ihre 4 Wände außer Ihnen noch? Wie finden Sie Ihre Mitte am besten?

 

Wenn Sie Ihren Rückzugsort morgens benützen, wo ist dann in Ihrer Wohnung am wenigsten Betrieb durch andere Familienmitglieder? Stehen Sie vor allen anderen auf? Dann ist vielleicht das Wohnzimmer genau richtig, weil Ihr Partner noch schläft. Sind Sie hingegen ein Abendmensch, der vor dem Einschlafen abschalten möchte, dann ist vielleicht das Bad oder das Schlafzimmer passend.

 

Wenn Sie unsicher sind, probieren Sie einfach verschiedene Plätze in Ihrer Wohnung aus. Sehr oft eigenen sich Ecken oder Orte in einem Raum, die noch nicht durch andere Funktionen besetzt sind, und durch ein schönes Kissen oder einen Teppich rasch zum Lieblingsplatz werden.

 

Entspannen Sie am besten bei einer Tasse Tee? Es muss nicht immer Meditation sein. Sie können Ihre Kräfte auch bei einem Spaziergang durch die Natur auftanken oder bei einer Tasse Tee auf Ihrem Lieblingssessel. Finden Sie ein Ritual, das Sie zur Ruhe kommen lässt, Ihre Gedanken entschleunigt und Ihnen Kraft gibt.

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Energiespuren

Einen festen Platz zum Meditieren oder für Ihr Ritual zu verwenden, ist sehr hilfreich dabei, den Körper zu entspannen. Durch die Wiederholung des gleichen Ablaufs am gleichen Ort trainiert man sich die Entspannung an. Nach einigen Tagen wird es immer leichter, den Fokus zu halten und zur Mitte zu finden. Wer regelmäßig am gleichen Platz meditiert, hinterlässt dort seine persönlichen energetischen Spuren.

 

Privatsphäre & Nutzungsrecht

Ich habe oft festgestellt, dass andere Familienmitglieder den Meditationsplatz zu meiden beginnen - auch wenn er an einer prominenten Stelle der Wohnung liegt. Eine Aura der Privatheit, der Intimität, umgibt ihn. Wenn Sie sehr sensibel sind, empfehle ich, Ihre Familie um das alleinige Nutzungsrecht dieses Platzes zu bitten.

 

Motivation zum Praktizieren

Einen festen Ort in Sichtweite Ihrer Wohnung zu haben, hat mir selbst und vielen meiner Kunden dabei geholfen, den Vorsatz des regelmäßigen Meditierens, der täglichen Yoga oder Fitnessübungen wirklich in die Tat umzusetzen. Es ist so, als ob die Ausstrahlung des Ortes Ihren Körper erinnert und anzieht. Die Energie, die Sie dort hinterlassen haben, bringt sofort neue Motivation und Muse.

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Die Auswahl des perfekten Ortes: Rückendeckung

Der wichtigste Punkt bei der Auswahl eines geeigneten Platzes - sowohl in Ihrer Wohnung als auch im Freien - ist eine gute Abschirmung nach hinten. Eine feste Wand hinter sich, einen Stuhl mit fester, hoher Lehne oder eine feste Hecke schenkt Ihnen ein Empfinden von Sicherheit und lässt sie tiefer entspannen.

 

Orte, die in einer direkten Linie zwischen Tür und Fenster eines Raumes liegen, sollte man meiden. Diese Energielinien sind zu aktiv für einen Rückzugsort. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann können Sie Möbelstücke oder Raumteiler verwenden, um sich nach hinten und zur Seite hin abzuschirmen.

 

Was mir gefällt

Sitzen oder liegen Sie lieber? Finden Sie einen traditionellen Stuhl bequemer oder haben Sie einen speziellen Meditationshocker? Finden Sie heraus, wie Sie sich am besten entspannen können und wählen Sie eine für Sie passende Sitz- oder Liegegelegenheit aus. Ein kleiner Beistelltisch ist meistens nützlich (wenn genügend Platz ist); frische Blumen und gesunde Topfpflanzen in der Nähe erhöhen den Energielevel.

 

Wenn Sie keine traditionelle Sitzgelegenheit verwenden, ist ein Teppich oder ein Bodenkissen nützlich, um von unten warm gehalten zu werden. Sie können auch eine Decke bereitlegen, wenn Ihnen leicht kalt wird.

 

Die richtigen Farben & Dekorationen

Stellen Sie bei der Gestaltung Ihre persönlichen Wünsche und Ihren Geschmack in den Vordergrund. Wenn Sie sich gut fühlen mit der Gestaltung, dann ist der Platz richtig gestaltet.

 

Auch bei der Farbwahl sollten sie sich auf Ihr Gespür verlassen. Welche Farbe fühlt sich passend an? Die Antwort auf diese Frage kann sich mit der Zeit verändern und bleibt nicht immer gleich. Sie können die Farben leicht verändern, indem Sie die grundlegende Gestaltung in eher neutralen Tönen halten und mit farbigen Kissen und Accessoires arbeiten.

 

Wenn Sie einen besonderen Gegenstand besitzen, können Sie diesen an Ihrem Meditationsplatz aufstellen. Wichtig ist, dass Sie die Atmosphäre nicht überladen – jeder Gegenstand strahlt Energie aus und zu viel Durcheinander macht es schwierig, sich zu entspannen und den Fokus zu halten. Minimalistische Plätze sind vorteilhaft, wenn in Ihrem Kopf Chaos herrscht und Sie sich schlecht konzentrieren können.

 

Das wichtigste ist, sich die Zeit zu nehmen, um sich zurückzuziehen, in sich hineinzuhorchen und die Kräfte aufzuladen. Ein Platz, an dem Sie nicht gestört werden, wo die Schmutzwäsche außer Sichtweite ist und sich die Sorgen des Tages in Luft auflösen können. Sich diesen Platz schön und einladend zu gestalten, hilft Ihnen dabei, täglich die nötige Motivation dafür zu finden.

 

Erlaubt ist alles, was Ihnen gefällt und Sie glücklich macht!

 

Welchen Platz nutzen Sie, um Ihre Kräfte aufzutanken? Haben Sie einen Meditationsplatz in Ihrer Wohnung? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

 


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Kommentare: 7
  • #1

    Andrea (Montag, 12 Mai 2014 21:45)

    Hallo Eva,
    ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht mit dem festen Platz - ich habe mir eine kleine Ecke für meine Fitnessübungen zugelegt. Morgens gehe ich an dieser Ecke vorbei auf dem Weg ins Bad. Im Normalfall mache ich mein Übungsprogramm dann auch wirklich. Statt groß nachzudenken und mir Ausreden einfallen zu lassen beginne ich mit den Übungen :-) Das ist also eine sehr sinnvolle Sache, wenn auch noch lange nicht so gut durchdacht wie Deine Beschreibung für den Meditationsplatz.
    Schön, dass Du auch noch auf die Alternativen wie den Spaziergang eingehst - das ist mein Ruhepol und dient bei mir zur "Meditation". Wenn ich mich denn bewusst darauf einlasse und das ganze Denken und Organisieren mal für einen Moment ausschalte, dann klappt das auf dem Spaziergang wunderbar.

  • #2

    Sandra (Dienstag, 13 Mai 2014 11:13)

    Liebe Eva, ich hab meinen Platz im Büro, da ist er vor Hundehaaren und Schokohändchen sicher. Aber nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe, werde ich mich nach einem noch besseren Platz umschauen, mit Wand im Rücken - Deine Tipps werde ich auf jeden Fall berücksichtigen. Vielen Dank!!!

  • #3

    Karin (Dienstag, 13 Mai 2014 11:29)

    Eva, vielen Dank für diese wundervollen Tipps. Besonders gut gefallen hat mir der Vorschlag mit den "Nutzungsrecht".
    Jeder braucht von Zeit zu Zeit seinen Rückzugsort wo er nur sein kann.

    Danke für deine tollen Anregungen!

  • #4

    Petra Schwehm (Dienstag, 13 Mai 2014)

    Hallo liebe Eva,
    dein ausführlicher und wunderschön geschriebener Artikel zum Meditationsplatz gefällt mir ausgesprochen gut! Herzlichen Dank dafür. Ich habe vor zwei Jahren den für mich passenden Platz in unserer Wohnung gefunden, mit einem total schönem Meditationskissen, Kerzen, Pflanze und meinem Schreibbuch in Griffnähe.
    Alles Liebe,
    Petra

  • #5

    Chris (Dienstag, 13 Mai 2014 12:09)

    Für mich ist das Thema Farben, Formen, Dekoration sehr wichtig… ich fühle mich überall da wohl, wo ein harmonisches Gleichgewicht von Farben und Formen herrscht und ich Dinge um mich herum habe, die ich gerne mag!
    Liebe Grüße, Chris

  • #6

    Kirstin (Dienstag, 13 Mai 2014 14:57)

    Danke für diesen tollen Artikel - bestärkt hat mich vor allem auch eine bestimmte Sache: auf der Suche nach meinem festen Ort in der Wohnung, war ich bisher noch nie ganz zufrieden. Doch plötzlich fiel mir auf, dass ich beim (alleine) spazieren gehen im Wald in diesen entspannten Zustand komme. Und ja, an manchen Tag ruft mich der Wald regelrecht. Danke für den Hinweis!
    Liebe Grüße, Kirstin

  • #7

    Wiebke (Dienstag, 13 Mai 2014 16:28)

    Liebe Eva,
    ein sehr schöner Artikel, der mich motiviert hat, mir wieder selber mehr Raum zu verschaffen.

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Dipl.-Ing. Eva Gossenreiter

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